Tägliche Andachten

Herzlich willkommen zur täglichen Andacht der Fels Gemeinde in Bingen. Ich begrüße Sie, liebe Leser, zur heutigen Andacht und freue mich, daß Sie hier lesen.  Ich hoffe, daß Sie dadurch ermutigt werden.  Ich heiße Ingeborg Barker und bin die Pastorin der Gemeinde.

 

Gestern sprach ich über meine Enkel und das erinnert mich daran, daß die Bibel sehr viel aussagt über Generationen.  Im Alten Testament hat Gott sich oft vorgestellt als der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs.  Vater, Sohn, Enkel – die Patriarchen Israels.  Menschen wie du und ich, Menschen mit Fehlern und Schwächen, mit Fehlentscheidungen, die andere auf Jahre beeinflußten.  Ein gravierendes Beispiel ist die Zeugung von Ismael mit Hagar, der Dienerin Saras.  Gott hatte Abraham und Sara einen Sohn versprochen, aber als sie in ein Alter kamen, wo ihnen das nicht mehr möglich schien, verfiel Sara auf die Idee, daß Abraham mit Hagar ein Kind zeugen würde.  Nach der Sitte der Zeit galt dieses Kind als ihr Kind.  Gesagt, getan, Ismael wurde geboren.  Aber das war nicht Gottes Idee. Gott hat seine Wege und seine Zeit.  Und zu Gottes Zeit bekam Sarah einen Sohn, den sie Isaak nannten.  

Ismael verlor das Erstgeburtsrecht, mußte mit seiner Mutter letztendlich die Familie verlasssen.  Und so haben wir den Konflikt bis heute, denn unsere muslimischen Mitbürger glauben, daß die Segenslinie durch Ismael kam, während wir in der Bibel lesen, daß Gott das Volk Israel erwählt hat, einen Bund mit ihnen geschlossen hat, daß das Gesetz, die Gebote durch Mose kamen und Gott selbst sich immer wieder als der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs bezeichnet hat.  Aber die letztendliche Offenbarung Gottes kam durch Jesus Christus, Seinen Sohn, der als Jude geboren wurde, als Jude lebte und am Kreuz in Jerusalem getötet wurde mit einem Schild am Kreuz – Jesus von Nazareth, König der Juden.  

Aber er war nicht nur König der Juden, sondern ist König aller Könige und Herr aller Herren und Er wird wiederkommen zu richten in Gerechtigkeit, denn die Säulen von Gottes Thron sind Recht und Gerechtigkeit.

Wir wollen beten: Lieber himmlischer Vater, Du bist der Herr der Ernte und Du möchtest, dass Dein Haus voll werde.  Du wirst Menschen nicht zwingen, aber Du lädst sie ein und freust Dich, wenn sie Deiner Einladung folgen.  In Jesu Namen. Amen