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Herzlich willkommen zur täglichen Andacht der Fels Gemeinde in Bingen. Ich begrüße Sie, liebe Leser, zur heutigen Andacht und freue mich, dass Sie anrufen. Ich hoffe, dass Sie dadurch ermutigt werden. Ich heiße Ingeborg Barker und bin die Pastorin der Gemeinde.
Gestern habe ich mich mit Gottes Willen und dem freien Willen, den Er uns gab, beschäftigt. Es gab Zeiten, in denen ich dachte, wenn ich jetzt bete, Herr, Dein Wille geschehe, was wird Er dann sagen, was wird Er dann tun? Wird er mich als Missionarin nach Afrika schicken? Was wird er verlangen? Heutzutage weiß ich, dass ich Gottes Wesen total missverstanden habe. Wenn Gott uns etwas aufs Herz legt, dann gibt Er uns dazu alles, was es braucht, um Seinen Auftrag auszuführen, Seinen Willen zu tun. Dann schenkt Er uns nicht nur die Bereitschaft, sondern auch die Freude, den Weg zu gehen. Vielleicht kostet es manchmal Überwindung, vielleicht verstehen wir auch nicht alles, aber Sein Wille ist gut und perfekt und vollkommen. Und Er hat immer die Ewigkeit im Blick. Was bedeutet das, was wir tun, für Zeit und Ewigkeit? Gott baut Sein Reich und wir können dabei mitwirken oder ganz einfach unsere Wege gehen. Das ist die Freiheit, die Gott dem Menschen geschenkt hat.
Als Jesus Christus auf der Erde war, sprach Er oft vom Reich Gottes und sagte: „Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen. Tut Buße und glaubt an das Evangelium.“ Das Reich Gottes ist angebrochen, als Er kam, aber es wird erst vollendet werden bei Seiner Wiederkunft. Als Er Menschen aufforderte, Buße zu tun, im übrigen ein Wort, das nicht zu unserem alltäglichen Sprachgebrauch gehört, dann meinte Er ganz einfach: „Kehrt um zu Gott! Kehrt euch ab von euren Sünden, glaubt an diese gute, an diese rettende Botschaft.“ Buße tun heißt ganz einfach, unser Leben zu ändern. Gott wird mit oder ohne uns Seine Herrschaft aufrichten und Sein Werk vollenden.
Aber es ist ein großes Privileg, dabei mitzuwirken. Als Jesus seine Jünger aufforderte: „Betet zu Herrn der Ernte und bittet ihn, mehr Arbeiter zu schicken, um die Ernte einzubringen.“ Dann meinte Er damit auch die Menschen, die Ihm heute nachfolgen, und denen Er aufs Herz legt, anderen die gute Nachricht der Menschwerdung Gottes zu erzählen.
Wir wollen beten: Lieber himmlischer Vater, Du bist der Herr der Ernte und Du möchtest, dass Dein Haus voll werde. Du wirst Menschen nicht zwingen, aber Du lädst sie ein und freust Dich, wenn sie Deiner Einladung folgen. In Jesu Namen. Amen