Fels Gemeinde Bingen

Herzlich willkommen zur täglichen Andacht der Fels Gemeinde in Bingen, gedacht zu Ihrer Ermutigung.

Gestern sprach ich darüber, daß gefühlt die Zeit schneller vorbei geht, wenn wir älter werden. In dem Zusammenhang kam mir das Thema Alter. Der Psalmist bittet im 71. Psalm: „Auch verlaß mich nicht, Gott, im Alter, wenn ich grau werde, bis ich deine Macht verkündige Kindeskindern und deine Kraft allen, die noch kommen sollen.“ Schon im Alten Testament finden wir Gottes Weisung, was das Alter angeht: „Vor einem grauen Haupt sollst du aufstehen und die Alten ehren und sollst dich fürchten vor deinem Gott; ich bin der Herr.“ Wir leben in einer Gesellschaft, in der Jugend und Schönheit einen hohen Wert haben, aber die Bibel denkt anders darüber, weil Jugend und Schönheit äußere Werte sind, die für einen jeden vergehen. Das ist unabänderlich, unausweichlich, und trotzdem versuchen wir, diesen Ausgang hinauszuzögern.

Gott selbst sagt zu alten Menschen durch den Propheten Jesaja: „Auch bis in euer Alter bin ich derselbe, und ich will euch tragen, bis ihr grau werdet. Ich habe es getan; ich will heben und tragen und erretten.“ Das Alter hat auch viele Vorteile, wir haben mehr Lebenserfahrung, haben zugenommen an Weisheit, an Erkenntnis. Andere Menschen können von unseren Lebenserfahrungen profitieren, sie müssen nicht alle möglichen Fehler machen, sie können fragen. Manchmal oder oft tun sie es nicht, das ist das Vorrecht der Jugend. Manchmal können wir nur dabeistehen, zusehen, wie sie Fehler machen und sie betend dadurch begleiten. Und wir dürfen uns daran erinnern, daß wir in unserer Jugend auch oft nicht gefragt haben, sondern dachten, wir wissen alles besser.

Jahre später habe ich oft bedauert, daß ich gewisse familiäre Erinnerungen seitens meiner Patentante nicht aufgeschrieben oder aufgenommen habe. Ich erinnere mich an ein signifikantes Erlebnis, wir saßen in einem chinesischen Restaurant in Marburg, dort wohnte sie, zusammen und sie erzählte etwas von meinem Großvater und ich erinnere mich, daß ich bei dieser Erzählung in Tränen ausgebrochen bin. Warum? Zum einen, weil ich meinen Großvater nie gekannt habe, zum anderen, weil ich die Begebenheit, von der sie sprach, so traurig fand. So herzzerreißend traurig, daß meine einzige Reaktion ein Tränenausbruch war. Aber vielleicht hat auch der ein oder andere meiner Zuhörer etwas Ähnliches erlebt.

Wir wollen beten: Lieber Vater im Himmel, Du bist bei uns in Freud und Leid, Du freust Dich mit uns und leidest mit uns. Aber Dein Wort sagt, daß Du uns eines Tages alle Tränen abwischen wirst und daß es in Deinem Himmel kein Leid und keinen Schmerz mehr geben wird. Dafür können wir Dir nur danken in Jesu Namen.
Amen




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